Wir vom Kiekeberg
C-Wurf
Bento II vom Birkeneck
Bento auf der Zuchtschau
Bento II vom Birkeneck
Bock 6er Totverbellen
Sau Totverbellen
Bock Totverbellen

Bento II vom Birkeneck

Sein Besitzer und Forstmann Christian Bartsch suchte nach dem tragischen Jagdunfall seiner geliebten Drahthaarhündin wieder nach einem großen leichtführigen Hund, der nicht so temperamentvoll ist, halt etwas Besonderes, ein spezieller Charakterhund, der v.a. bei den vielen Nachsuchen in der Forst tauglich ist. Er suchte ein Allrounder, der auch die Hauptwildart Rehwild nachsuchen durfte. “Mir erschien der Weimaraner auch wegen seiner Größe und Wildschärfe optimal. Vor allem wegen der kleinen Reviere brauchte ich einen schnellen Hund, der nach der Riemenarbeit auf der Hetze auch rasch das Stück finden kann und nicht kilometerweit durch die Nachbarreviere quer über die Verkehrstrassen hetzt.” Bei der Familie Gräber Zwinger vom Birkeneck fand er dann den richtigen, seinen neuen jungen Freund Bento II vom Birkeneck. Bento fiel bereits im jungen Alter durch seine große Arbeitsfreude und die ausgesprochene Ruhe bei der Suche auf. Vor allem Fährtenspiele begeisterten den jungen Bento, der schnell begriff und mit großer Begeisterung suchte.

Heute gehören Lauf- und Äserschüssen zu den Spezialitäten von Bento. Wenn eine Drückjagd ansteht, dann bekommt Bento am Abend vorher nur sehr wenig Futter. Im Sommer erst nach 23 Uhr. Denn wenn der Forstmann zur Nachsuche gerufen wird, dann ist es meist sehr spät am Abend und ein voller Magen bei einer Nachsuche ist für den Hund immer auch ein unkalkulierbares Risiko, besonders für die gefürchtete Magendrehung. Ist die Nachsuche im Dunkeln keine sichere Todsuche, dann wird erst am nächsten Morgen nachgesucht. Auch wenn die meisten Jäger dafür nicht immer Verständnis aufbringen wollen, das Risiko, seinen Hund bei einer unbedachten voreiligen Nachsuche im Dunkeln zu verlieren, ist einfach viel zu groß. Es sollte zudem weit mehr zur Selbstverständlichkeit werden, dass der Schütze, für dessen schlechten Schuß man nun diese Nachsuchenarbeit leistet, einen kleinen finanziellen Obolus bereit ist zugeben, damit nicht nur die Benzinkosten erstattet sondern auch eine Unfallversicherung für den Hund bezahlbar wird.

Leistungszeichen SchwN

Es war der 01.08.2008 und Bento drei Jahre alt. Eingeladen waren acht Jagdgäste, die zum Aufgang der Hirschjagd ins wunderschöne Frankenland gekommen waren. Alle hatten ihre Kanzel gegen 21 Uhr am Abend bezogen. An einem 10 ha Weizenschlag kamen einem Jagdgast dann 3 Hirsche. Er nahm sehr aufgeregt seine Waffe und zielte auf den “kleinsten” Hirsch. Er machte dabei folgende Fehler: er hat das Wild nicht richtig angesprochen, hat sich den Standort und den Winkel des Wildes zum Schützen nicht gemerkt und er hatte das Objektiv seines Zielfernrohres auf 9-fach gedreht. O-Ton” des Jägers. “Ich hatte nur Schwarz gesehen und abgedrügt” Demnach konnte er auch keine Schußzeichen erkennen. Da die Aussage des Schützen zu unsicher waren, erfolgte die Nachsuche am nächsten Morgen gleich mit dem ersten Büchsenlicht um 5:30 Uhr. Der Schütze sollte eigentlich auf der Kanzel den nachsuchenden Forstmann einweisen. Doch das war eine Katastrophe. An nichts konnte er sich mehr erinnern. So entschied sich Herr Bartsch nach einer Stunde erfolglosem Herumsuchen, Bento doch frei suchen zu lassen, um wenigsten einen ersten Anhalt für Schweiß zu erhalten. Die Temperaturen waren an diesem Sommermorgen bereits schweißtreibend. Bento suchte und sprang dabei wie ein Reh durch den hohen Weizen. Doch er wurde mit der Zeit immer zielstrebiger und zog stärker in Richtung Wald. Noch einmal sollte Bento diesen Verlauf der Fluchtfährte bestätigen. Ja, der Hirsch muss in diese Richtung geflohen sein. Dann ging endlich die Riemenarbeit los. 300 m durch den Weizen, kein Schweiß. Dann am Waldrand angekommen und Bento verwies den ersten Tropfen, einen winzigen Tropfen Schweiß. Der 80 jährige Jagdgast und Vater des Schützen konnte jedoch nicht mehr folgen. Er sollte besser am Waldrand auf einer Kanzel wartend zurückbleiben. Der Schütze und der Jagdpächter folgten dem Suchengespann bei der nun folgenden Riemenarbeit durch den Wald. Wieder rund 300 m später erneut in der Dickung ein winziger Tropfen Schweiß. Dann ein sehr kleines Tropfbett, welches sehr frisch erschien. Nach weiteren 200 m wurde Bento plötzlich sehr langsam. Der Forstmann sah nichts im dichten Gestrüpp, Meter für Meter schlich Bento voran, dabei immer wieder Vorstehen. Dann plötzlich stand der Hirsch vor ihnen. Herr Bartsch schnallte Bento blitzschnell und repetierte sofort seine Büchse. Bento ging unmittelbar den Hirsch von vorne an, der ihn versuchte zu forkeln. Immer im Kreis liefen Bento und der Hirsch, Dann packte Bento den sehr hochläufigen Hirsch an den Hosen. Es war beinahe wie beim Rodeo. Weil Bento kurze Zeit vom Hirsch abließ und dabei genügend Abstand hielt, konnte der Forstmann einen sicheren Schuß abgegeben. Doch der Hirsch stand noch Minuten apathisch da und Bento bellte ihn kämpfend weiter an. Der Jagdpächter schrie: Schießen, Schießen. Doch das war nicht mehr nötig. Der Hirsch war erlöst und fiel zu Boden. Bento gab noch eine Zeit lang Laut am Hirschen, bis dessen letztes Lebenszeichen erlosch. Ein unbeschreiblich freudiges Ereignis, welches Stolz machen konnte auf diesen jungen Bento II vom Birkeneck. Der Hirsch war ein Sechser vom 3. Kopf, er wog aufgebrochen 120 Kg, er hatte einen Schuß durch den Kehlkopf. Wenn diese Nachsuche unbedacht am ersten Abend, so wie es der Schütze gern wollte, stattgefunden hätte, dann wäre der Hirsch nicht zu finden gewesen und möglicherweise kilometerweit unerreichbar für den Hund geflüchtet und schließlich traurig verendet. Seit diesem Erlebnis liebt Bento das Rotwild. Insgesamt fand Bento bis heute 14 Stück, darunter waren immerhin 10 noch lebend.

 

Impressum: Weimaraner Zwinger vom Kiekeberg

Hobbyzucht für den Jagdgebrauch

Züchterin: Dr. med. Ilka Schalwat;  in 21442 Tangendorf, Am alten Bahnhof 1

Tel.: 04173-501 802 oder Mobil Vodafone D2 Netz: 0162 86 95 917

e-Mail: kontakt@weimaraner-traditionszucht.de

anerkannte Züchterin des Weimaraner Klub e.V.; Mitglied im VDH (FCI) und JGHV

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