Ansgard, Amalie und Amadeus
Amalie vom Kiekeberg

Weimaraner Jagdhunde-Zwinger vom KiekebergBrentano Bosse vom Kiekeberg

Wir züchten Weimaraner mit Nachhaltigkeit weil wir möchten:

dass der Weimaraner  in seiner  ursprünglichen standardgemäßen Art als gesunder, wesensfester und leistungsstarker Arbeitshund wie beliebter Jagdhund auch noch zukünftigen Generationen für den vielseitigen Einsatz bewahrt bleibt.

Zur Erhaltung seiner genetischen Vielfalt züchten wir nur mit gesunden und leistungsstarken (VGP geprüften) Hunden aus nicht zu engen Elternlinien

 Mein Weimaraner wird geboren - Image Film auf YouTube

Welpen vom Kiekeberg haben wir 2015 keine abzugeben


Conny vom KiekebergVDH_Plakette_2014

Nicht die Rasse sondern die Zuchtauswahl aus ihr ist die Bürgschaft für höchste Form und beste Leistung ! (Robert Herber “Weimaraner-Vater” und 1. Vorsitzender des Weimaraner Klub 1921 bis 1946)

Ein guter Jäger macht einen guten Hund - und ein guter Hund macht einen guten Jäger

 


Amalie vom Kiekeberg mit Cobi

Unsere Weimaraner Welpen vom Kiekeberg wachsen familienintegriert und mit einer individuell auf ihre Entwicklungsphase abgestimmten reichhaltigen Erfahrungsumwelt auf. Wir legen viel Wert auf die  Schaffung bestmöglicher Lernvoraussetzungen zur Förderung einer optimalen Wesensentwicklung. Durch ein frühes und vielfältiges Angebot an Umwelt-Erfahrungen können sich die Veranlagungen unserer Hunde bestens entfalten. Daran orientiert sich unsere Welpenaufzucht.

 

Für den jungen Hund ist es wichtig, frühzeitig eine sichere Bindung zu seinen Menschen aufzubauen. Nur eine stabile Bindung gibt dem Welpen die innere Sicherheit und das Vertrauen, um sich mit den für ihn noch unbekannten Herausforderungen seiner Umwelt erfolgreich und lernend auseinandersetzen zu können. Jagdliche Anlagen werden von uns gezielt geweckt und ein in sich ruhendes Wesen gefördert. Innere Beherrschtheit und angemessene Reizantwort sind heute unverzichtbare Eigenschaften für unsere Jagdhunde. Darauf legen wir auch bei unserer Zuchtauswahl großen Wert. Jagdlich hohe Leistungsfähigkeit ist kein Zufallsprodukt! Leistungsfähige Hunde sind zudem gesünder. Zeitgemäße Leistungszucht bedeutet für uns, die konsequente Umsetzung der unter Fachkreisen anerkannten und bewährten verhaltenskynologischen Erkenntnisse zur individuellen Frühförderung von Welpen

>> Mehr zu unserer Welpenaufzucht und der Frühförderung

C-Wurf vom KiekebergWelpenprägung Schwarzwild C-Wurf vom KiekebergWelpenprägung


Was macht eigentlich den typischen Weimaraner aus

Seit mehr 110 Jahren werden Weimaraner in Deutschland  (1897 Gründung des Vereins zur Züchtung des Weimaraner Vorstehhundes - Weimaraner Klub e.V.) mit einer züchterisch gewollten Selektion auf besonders hohe Lernfähigkeit, jagdlich hohem Leistungsvermögen,  soziale Kompetenz und hohe Bindungsfähigkeit zum Menschen, ohne Einkreuzung fremder Rassen, gezüchtet. So haben in Deutschland gezüchtete Weimaraner noch heute genau die stabilen Eigenschaften, die schon vor mehr als 100 Jahren unsere Urväter der Weimaranerzucht so bewunderten. Der Weimaraner ist ein vielseitig jagdlich einsetzbarer, leichtführiger, wesensfester und passionierter Jagdhund mit systematischer und ausdauernder Suche, jedoch ist er dabei nicht übermäßig temperamentvoll. Seine Nase ist mit einer bemerkenswerten Güte, er ist Raubzeug- und wildscharf, auch wachsam, jedoch nicht aggressiv, er zeigt Zuverlässigkeit im Vorstehen und in der Wasserarbeit,  darüber hinaus besitzt er eine bemerkenswerte Neigung für die Arbeit nach dem Schuß, weshalb der Weimaraner auch sehr gern und erfolgreich bei Nach- oder Verlorensuchen eingesetzt wird.

Leichtführigkeit ist ein Begriff mit tiefer jagdlicher Bedeutung. Er meint, dass der Weimaraner ein ausgesprochen großes Bestreben hat, mit seinem Hundeführer Verbindung zu halten, sich sprichwörtlich an seine Fersen heftet. Er will in der Nähe seiner Menschen sein und mit ihnen zusammen jagen. Diese enge Bindung zeigt sich unter anderem darin, dass er häufig Blickkontakt zu seinem Hundeführer sucht, auch bei der Arbeit über größere Entfernung. Er ist auch kein angeborener “Fernaufklärer” oder “exzellenter Stöberhund” und verfügt auch nicht über eine ausgesprochen weite Suche. Er sucht bei richtiger Einarbeitung nicht ständig nach der passenden Gelegenheit, um allein weiterzujagen. Er verträgt keine harten Abrichtemethoden, denn seine Treue zum Menschen fusst allein auf Vertrauen und nicht auf Zwang. Er braucht jedoch einen eindeutigen und klaren Führungsstil und wenn er verstanden hat, was sein Hundeführer von ihm will, wird er ihm auch gefallen wollen. Das bedeutet Leichtführigkeit!

Hündinnen sind in ihrem Körperbau etwas kleiner als Rüden. Den mittelgroßen Arbeitstyp gibt es in grobzelligen (kräftige tiefe Brust und großer Kopf) und feinzelligen (grazile schmale Brust, schlanker Kopf) Schlägen. Der kräftige Schlag entspricht am ehesten dem urtypischen Arbeitstyp wie er von den Gründern Amalie vom Kiekebergder Rasse und unter den Berufsjägern bevorzugt wurde. Der feinzellige Schlag dient mehr der flotten und weiten Suche, bevorzugt eher für die Niederwildjagd. Der Weimaraner ist ein sehr intelligenter Hund, der viel geistige Anforderung neben einer ausgewogen physischen Belastung braucht. Als jagender Arbeitshund fühlt er sich daher am wohlsten. Bekommt er von seinem Menschen jedoch keine seiner Anlagen entsprechenden Aufgaben, so wird er als Autodidakt sicherlich bald selbst nach einer triebbefriedigenden Beschäftigung suchen, dann wohl sicher nicht immer im Sinne seiner Menschen. 


Entstehungsmechanismus der grauen Fellfarbe und der weißen Abzeichen

Die häufigste Fellfarbe der Weimaraner ist das mittlere Rehgrau, häufig mit einem dunklen Aalstrich auf dem Rücken. Weiße Abzeichen auf der Brust oder Pfote sind rassetypische Merkmale und bis zu einer gewissen Größe im Standard erlaubt. Wir vom Kiekeberg

Weimaraner mit einem weißen Abzeichen auf der Brust (weißer Brustfleck) entsprechen dem traditionellen Erscheinungsbild eines  Weimaraners vor allem zu den Gründerzeiten dieser Rasse. Die Urväter der Weimaranerzucht sprachen damals sogar von einem typischen Weimaraner Rassekennzeichen.  Nach Auskunft des Herrn Pitzschke hätte dieser im Jahre 1899 noch nie einen Weimaraner ohne Weiß gesehen. Silbergrau und Weiß seien bei dieser Rasse zwei Farben, die stets vereint vor kämen.  Die meisten Weimaraner hätten zudem auch Weiß an der hinteren Seite der Vorderpfote zwischen den Ballen und der Zehe gehabt. (Quelle: Der Weimaraner Vorstehhund, Dr. Werner Petri, Informationsschrift des Weimaraner Klubs e.V. 3. Auflage 1997).

Heute weiß man, dass es die weißen Abzeichen als Brustfleck schon vor mehreren Jahrtausenden mit der Entstehung des Haushundes gab und sie nicht durch einfache Genetik in der Rassehundezucht erklärbar sind. Sie sind auch keine Vorstufe des Albinismus, wie man irrtümlich noch zu Beginn des 20. Jhrd., damals jedoch ohne Kenntnisse der Genetik , annahm (Quelle: Richard, Strebel; Die Deutschen Hunde Abstammung und Zucht Kynos-Verlag 1. Auflage 1904) Vor allem bei einfarbigen Hunden sieht man recht häufig ein weißes Abzeichen. So sieht man z. B. auch den braunen oder schwarzen Deutsch Kurzhaar oft mit einem weißen Abzeichen auf der Brust. Weimaraner und Deutsch Kurzhaar entstammen zudem weitgehend gemeinsamen Ursprungs (Quelle: Richard, Strebel; Die Deutschen Hunde Abstammung und Zucht Kynos-Verlag 1. Auflage 1904) - dem Stamm aller kurzhaarigen deutschen Vorstehhunde. Sie unterscheiden sich phänotypisch nur in ihrer Augenfarbe und  in ihrer typisch grauen Farbe  - einer genetisch bedingte Aufhellung des Eumelanin in einer eigentlich schwarz bis dunkelbraunen Grundfarbe des Felles  (Dilute Gen-Mutation MLPH beim Weimaraner).  Anders als beim Weimaraner Rasse-Standard hat der Deutsch Kurzhaar in seinem Rasse-Standard keine Reglementierungen bezüglich Größe und Form weißer Abzeichen auf der Brust. So sieht man viele Zuchthunde mit einem Brustfleck. (www.deutsch-kurzhaar.de/zuchtrueden/dk-zr.htm).  Edle Erscheinung

Im FCI-Standard wird das Erscheinungsbild des Weimaraners  stärker als beim Deutsch Kurzhaar fokussiert auf eine modische Ausrichtung, analog der amerikanischen und englischen Zuchtvorstellungen. So gilt beim Weimaraner nur ein in seiner Größe  kleiner als 20 cm messendes weißes Abzeichen auf der Brust noch als fehlerfrei. Ein Vorzüglich gibt es nur bei sehr kleinem Brustfleck (< 5 cm). Das ist die Geisel eines in Mode gekommenen Jagdhundes.

Eine rein nach Äußerlichkeiten (Phänotyp) ausgerichtete züchterische Selektion von Zuchthunden erhöht den Verwandtschaftsgrad und beschleunigt die Inzucht in der Zuchtpopulation. Die Folgen einer derartigen Inzucht sind hin längs bekannt. Diese Art von Selektion kann ohnehin das Auftreten von weißen Abzeichen nicht verhindern, denn weiße Brustflecken lassen sich nicht mit einem bestimmten Gen oder durch ein bestimmtes genetisches Muster erklären. Am wahrscheinlichsten liegt ihnen ein multifaktorielles Geschehen zugrunde. Sie entstehen nach heutiger wissenschaftlicher Vorstellung als Folge eines intrauterinen epigenetischen Effektes. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse vermuten eine intrauterine Infektion, z. B. durch einen häufig im Hund vorkommenden Virus, der in der frühen Trächtigkeitsphase einzelne Genabschnitte, die für das Fellfärben verantwortlich sind, durch An- oder Abschalten in ihrer Funktion (z. B. Verlangsamung der Melanozytenreifung) verändern (Quelle: http://homepage.usask.ca/~schmutz/dogspots.html). Diese intrauterine epigenetische Prägung wird im gewissen Maße sogar an die nächste Generation, also den unmittelbaren Nachkommen weitergereicht, weil die Keimzellen zum Zeitpunkt des Ereignisses intrauterin bereits angelegt sind und von diesem epigenetischen Effekt somit gleichfalls betroffen sind. Dies erklärt auch, warum weiße Abzeichen auf der Brust auch bei vollkommen abzeichenfreien Eltern urplötzlich bei dessen Nachkommen auftreten können. Diese epigenetischen Effekte verändern nicht das Gen selbst, sondern nur seine Funktionen. Eine funktionsbedingte Verzögerung der Melanozytenreifung ist quasi das Symptom, welches  in der Haarwurzel  zu einem  “nicht- oder verzögerten Färben” an typischen Stellen wie Brust, Pfote oder Schwanzspitze führt. Das sind alles klassische Orte im Fellmantel, die während der Trächtigkeit zuletzt gefärbt werden. Man könnte also sagen, dass der Prozess des “Fell-Färben”  im Mutterleib  nicht vollständig abgeschlossen wurde. Weil das “Fell-Färben” nach der Geburt noch einige Zeit anhält, können sehr kleine Abzeichen im Verlauf der Zeit noch kleiner werden oder sogar vollständig verschwinden. Der Züchter hat aus diesem Grund keinen Einfluß auf die Entstehung oder die Größe der weißen Abzeichen. Durch solche Effekte der Epigenetik lässt sich auch erklären, warum alle Wurfgeschwister eines Wurfes, egal ob sie äußerlich ein Brustfleck  zeigen oder nicht, im selben Maße von dieser veränderten Funktionsweise betroffen sind und diese Veränderung an ihre unmittelbaren Nachkommen weiterreichen können. Dies macht vor allem deutlich, dass eine reine Selektion von Zuchthunden nach Äußerlichkeit, wie dem weißen Brustfleck, das Auftreten derselben bei den Nachkommen nicht verhindern kann.

 

7 Zwerge

 Auch wenn die Fellfarbe des Weimaraners in den letzten 100 Jahren immer modischen Schwankungen unterlag (silbergrau, mausgrau, rehgrau, dunkelgrau), man kann den zur Verpaarung anstehenden Eltern phänotypisch nicht ansehen, welche Erbanlagen sie an ihre Nachkommen weitergeben und wie sich die Erbanlagen untereinander beeinflussen. Zudem lässt sich die  Fellfarbe durch Umwelteinflüsse und durch Nahrungszusatzstoffe wie Tyrosin in Richtung Verstärkung der dunklen Pigmentierung beeinflussen (Quelle:www.royal-canin.de). Die übertriebene Selektion nach  äußerlichen Merkmalen schadet über kurz oder lang immer der Gesundheit einer Rasse. Nur eine Zucht nach Leistung und Gesundheit kann der unausweichlich genetischen Verarmung in der Rassehundezucht entgegenwirken (Quelle: Wachtel; Hundezucht 2000; Kynos-Verlag). Zwinger Major HerberPetrie

Das weiße Abzeichen auf der Brust ist ein Produkt der intensiven Rassehundezucht. Es ist zudem ein häufiges Merkmal. Man kann den weißen Brustfleck züchterisch nicht durch phänotypische Selektion  beeinflussen. Er ist ein Zeichen gesunder genetischer Vielfalt und eine spielerische Laune der Natur.

 >>mehr: (FCI-Standard des Weimaraner link zu Weimaraner Klub e.V

”Die Hundeausstellungen haben auch für die Gebrauchshunderassen vor Zeiten ihre Vorteile gehabt - sie waren damals notwendig, solange die Kynologie noch in den Windeln lag, und es sich darum handelte, das Interesse für Rassezüchtung zu wecken; heute bringen sie nicht nur keine Vorteile, sondern sie üben einen schädlichen Einfluss aus auf die Bestrebungen, vielseitig - leistungsfähige Vorstehhunde zu schaffen. Die kynologische Bewegung ist inzwischen ins Extrem geraten; wir sind auf dem besten Wege, das Mittel als Zweck zu betrachten und zu vergessen, dass wir nicht Hunde züchten, um auf Ausstellungen mit ihnen zu paradieren, daselbst Preise zu gewinnen, sondern um sie vielseitig zu bearbeiten und für die deutsche Jägerpraxis zu gebrauchen, im Interesse einer waidgerechten, humanen Jagdausübung. Niemand verkennt die Notwendigkeit, das erzüchtete Material auf Rassereinheit und Qualität des Gebäudes, der Behaarung etc. zu prüfen. Dies kann jedoch weit besser und vollkommener gelegentlich der Prüfung geschehen, als auf einer Hundeausstellung. Die Hundeausstellung überlasse man den Luxushunden und verwende das dadurch ersparte Geld für Prüfungen.

Zitat des Herrn “Oberländer” 1897 in Dr. Werner Petri; Weimaraner Heute; Kynosverlag


Unsere Aufgabe als Züchter

Mit der Wahl der Rasse werden zwar bestimmte Verhaltenstendenzen und Lernbereitschaften ausgewählt, wie diese sich aber später zusammen mit dem Wesen des Hundes entwickeln, hängt stark von den Umwelteinflüssen ab, die wir während der Trächtigkeit und in den ersten Lebenswochen auf unsere Welpen einwirken lassen. Das spätere Verhalten unserer Hunde ist abhängig von den gereiften und den erworbenen Bewältigungsstrategien. (Quelle: Weidt / Berlowitz; Das Wesen des Hundes. Augustus-Verlag, siehe auch www.kynologos.chBrentano Bosse vom Kiekeberg)

Das Wesen eines Hundes ist wie der Samen einer Pflanze, der an verschiedenen Orten der Welt, trotz gleicher Anlagen, sich durch unterschiedliche Umwelteinflüsse verschieden entwickeln wird.  So hängt das Wesen unseres Hundes gleichfalls von dem ab, was wir ihn ermöglichen zu sein!

Unsere Aufgabe als Züchter ist es, positive Eigenschaften im Hund zu wecken, ein harmonisches Miteinander zu fördern, gesunde, leistungsfähige Jagdhunde zu züchten und diese auch für die Zukunft zu erhalten.

Auch wenn die Veranlagung zur Lernbefähigung / Intelligenz als elterliches Potential mit vererbt wird, würde diese Anlage ohne tägliches Lernen sich nicht entfalten, also verkümmern. Der heranwachsende Hund würde mit seiner späteren Umwelt nur schwer zurechtkommen, wenn diese Fähigkeit zum Lernen nicht in der intensiven und für das Wesen des Hundes entscheidendsten Phase des Lernens, im frühen Welpenalter der ersten zwölf bis vierzehn, manchmal auch sechzehn Lebenswochen, durch vielfältige Lernanregungen genutzt wird.  Diese sensible Zeit bestmöglich zu nutzen, ist unserer Ziel!


Wir erwarten von unseren Welpenkäufern Wassergewöhnung

In erster Linie erwarten wir eine tierschutz- und artgerechte Haltung mit Familienanschluss. Der Weimaraner gehört nicht in eine Zwingerhaltung, auch wenn er ein ausgezeichneter Wach- oder Personenschutzhund sein kann. Er verträgt kein “Wegsperren” über viele Stunden, denn er will aufgrund seiner hohen Bindungsfähigkeit möglichst nah bei seinen Menschen sein. Eine überwiegende Zwingerhaltung kann diese besondere enge Bindung zum Hundeführer nicht erreichen, weshalb wir diese Haltungsform ablehnen.

Wir haben unseren Welpen entsprechend ihrer späteren Verwendung als Jagdhunde vielfältige Lernerfahrungen angeboten und somit den Grundstein für ihre weitere Verhaltensentwicklung gelegt. Der neue Welpenbesitzer muss an die erreichten Entwicklungsstufen anknüpfen und mit weiteren Erfahrungsmöglichkeiten das prägende Lernen im positiven Sinne fortsetzen. Besonders in der Zeit der Pubertät (6 bis 15 Monat) reagieren die jungen Hunde nachhaltig lernsensibel auf positive wie negative Umweltreize, weshalb dieser Zeit eine besondere Aufmerksamkeit durch die neuen Besitzer zu geben ist.  In dieser Zeit gemachte Erfahrungen werden für das gesamte Hundeleben nachhaltig sein.

Viele Hundeführer gehen heute meist nur als Hobby zur Jagd und die allermeisten Weimaraner sind daher naturgemäß selten 365 Tage im Jahr  “als Jagdhund im Einsatz”.  Die Ansprüche an unsere Hunde durch die zivilisierte Umwelt sind jedoch stark gestiegen. Um ein harmonischen Miteinander zu ermöglichen, ist neben Gehorsam vor allem ein gegenseitiges Vertrauen und eine sichere Bindung zwischen Hund und Jäger nötig. Weimaraner brauchen ihrer hohen Lernfähigkeit entsprechend regelmäßig ausreichend geistige und körperliche (Lern-) Aufgaben, um ausgeglichen und zufrieden zu sein. Die Grund- und jagdlich spezialisierte Ausbildung wird den besonderen Anlagen und Trieben unserer Weimaraner am besten gerecht. Der Weimaraner ist aufgrund seiner speziellen Veranlagung und aufgrund seines Wesens kein Jagdhund für den unerfahrenen Hundeführer.

Die Leistungszucht für den Jagdgebrauch ist seit mehr als 100 Jahren Tradition beim Weimaraner Klub e.V. Mit gutem Erfolg, denn wie sonst könnten die seit mehr als einem Jahrhundert züchterisch selektierten jagdlichen Anlagen in unseren Zuchtlinien noch so hervorragend vorhanden sein. Um diese Anlagen auch für die Zukunft zu erhalten, richten sich unsere Kriterien für die vorrangige Abgabe an zukünftige Welpenbesitzer vor allem an deren persönliche Eignung und deren jagdlichen Möglichkeiten.

Die Eltern unserer Welpen sind Spitzenhunde in der Jagd und haben ihre besondere Begabungen an ihre Welpen weitergegeben. Um den Zuchtwert unserer Welpen überprüfen zu können, sind wir sehr daran interessiert, unsere Welpen auf Anlagenprüfungen wie der VJP und der HZP zu sehen.

Wir unterstützen Sie daher immer gern auch bei der jagdlichen Ausbildung unserer Welpen.

Ihre Dr. med. Ilka Schalwat